Stadtwerke Rödental
Machbarkeitsstudie für die Kläranlage in Rödental
KSI: Machbarkeitsstudie für die Kläranlage in Rödental, LP 1-4
„Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages“
Zur Identifizierung aller notwendigen Maßnahmen zur Sanierung, der Energieeinsparung und Erhöhung der Energieeffizienz auf der Kläranlage Rödental soll eine Machbarkeitsstudie inkl. Energiekonzept erstellt werden. Die Erstellung soll dabei unter Nutzung möglicher Fördermittel erfolgen. Dabei sollen neben kurzfristig unvermeidbaren und notwendigen Maßnahmen auch energetisch sinnvolle Maßnahmen ermittelt werden. Langfristiges Ziel ist die Erreichung einer Energieautarkie mit der höchstmöglichen Treibhausgasneutralität.
Der Kläranlage Rödental wird das Abwasser aus Rödental und umliegenden Gemeinden (Einzugsgebiet ca. 14.500 EW) zugeleitet. Die Modernisierung der Kläranlage ist eine stetige und fortlaufende Aufgabe. Dadurch wird eine optimierte und betriebssichere Abwasserreinigung in Rödental sichergestellt. Neben dem Gewässerschutz und der Reduzierung der Energie- und Betriebskosten müssen verstärkt klimatische Grundlagen in Form einer Reduzierung von Treibhausgasen Rechnung getragen werden.
Aufgrund des aktuellen Zustands einiger Gebäude und Anlagen, sind bautechnische und energetische Sanierungsmaßnahmen erforderlich, um eine effiziente und energieeinsparende Nutzung der Kläranlage zu ermöglichen. Zu den renovierungsbedürftigen Anlagen gehören u.a. die seit 2012 betriebenen Klärgasturbinen, bei denen ein Ersatz ansteht und das Zulauf-Hebewerk (gebaut in den 80ern) sowie das Zwischenhebewerk (aus 1998), die ebenfalls energetisch geprüft und ggf. erneuert werden müssen. Um sich aufzeigende Betonrisse zu beheben, stehen weitere Sanierungsarbeiten (wie z.B. am Gasdom des Faulraums) an.
Neben den genannten Modernisierungsmaßnahmen gilt es „Zukunftsthemen“ anzugehen. Im Faulturm verläuft der Ausfaulungsprozess unter Luftabschluss und erfordert eine konstante Temperatur von ca. 37°C. Aktuell werden dafür etwa 4.000 Liter Heizöl jährlich verbraucht, um den Faulturm zu beheizen und um die benötigte Temperatur zu halten. Es soll nach wirtschaftlichen Alternativen zur Temperierung des Faulturms gesucht werden (Einbindung einer zu planenden PV-Anlage, Wärmepumpe, Wärmerückgewinnung aus der Gebläseluft/BB o.ä.).
Zur Identifizierung aller notwendigen Maßnahmen zur Sanierung, der Energieeinsparung und Erhöhung der Energieeffizienz auf der Kläranlage Rödental soll ein Konzept in Form einer Machbarkeitsstudie erstellt werden. Zur finanziellen Förderung der Erstellung dieser Machbarkeitsstudie bietet sich die Kommunalrichtlinie an.
Die inhaltliche Anforderung an die Machbarkeitsstudie gemäß Förderrichtlinie ist die Durchführung der Leistungsphasen 1 bis 4 gemäß Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI). Beginnend mit der Grundlagenermittlung wird auf Basis einer Bestandsaufnahme und Potenzialanalyse technische und organisatorische Minderungsmaßnahmen entwickelt. Die Studie enthält die Resultate der Vorplanungsphase, in der verschiedene Lösungsansätze bewertet und eine bevorzugte Variante ausgewählt wird.
Nach der erfolgreichen Ausschreibung für die Leistungsphasen 1 und 2 im September 2026 konnte die Firma GFM Bau- und Umweltingenieure GmbH aus München im Oktober 2026 beauftragt werden. Die Arbeiten sollen 10 Monate nach Projektstart abgeschlossen werden.
Das Projekt „KSI: Machbarkeitsstudie für die Kläranlage in Rödental, LP 1-4“ wird unter dem Förderkennzeichen 67K32694 der Kommunalrichtlinie gefördert. Der zuständige Projektträger im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz ist die Zukunft-Umwelt-Gesellschaft (ZUG) gGmbH. Weitere Informationen sind unter folgendem Link zu finden:
https://www.klimaschutz.de/de/foerderung-der-nki/foerderrichtlinien/kommunalrichtlinie
Nationale Klimaschutzinitiative: Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
Gefördert durch:
aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages


