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Wassergewinnung aus dem
Mönchrödener Forst


Die Wassergewinnung: Nachhaltig und sicher!

Die Stadtwerke Rödental gewinnen ihr Trinkwasser rein und klar aus den Tiefen des Buntsandsteins unter dem Mönchrödener Forst. Unsere fünf Tiefbrunnen sind alle über 100 Meter tief und fördern Wasser zu Tage, das in seinen chemischen Eigenschaften bereits den Vorgaben der Trinkwasserverordnung entspricht. Gefährdungen des Grundwassers aus der neuen regionalen Verkehrsinfrastruktur (ICE, A 73, B 999, etc.), aus der Landwirtschaft, Gefährdungen der Industrie, von Altlasten und von Besiedlungen sind durch die Lage der Brunnen im Forst so gut wie ausgeschlossen - auch in Zukunft. Die SWR verwenden kein anfälligeres Oberflächenwasser mehr, sondern fördern nur noch Tiefengrundwasser. Unser Wasser ist sehr alt. Messungen haben gezeigt, dass es lange unter der Erde war und unterirdisch in einem starken und stetigen Strom aus Richtung Nordosten nach Südwesten durch unser Gewinnungsgebiet strömt. Dadurch erneuert sich unser Rohwasser laufend. Wir entnehmen nur einen geringen Teil des tatsächlich vorhandenen Wasserdargebotes aus der Erde. Unser Brunnen im Stammbachtal fördert das Rohwasser direkt zur TWA. Die vier anderen Brunnen fördern über die neue Pumpstation Häslich zur TWA.


Von Natur aus rein:
Nachhaltige Wasserförderung!

Der schonende Umgang mit der Natur war für uns Antrieb, die Fahrweise unserer Brunnen komplett umzustellen. Früher haben wir die Brunnenpumpen einfach nur eingeschaltet. Sie lieferten dann die Maximalmenge Wasser. Der Grundwasserspiegel rund um den Brunnen formte nach einiger Zeit den Absenktrichter. Der Wasserspiegel des Brunnens senkte sich in der alten Fahrweise bis zum Gleichgewichtspunkt von Entnahme und nachströmendem Grundwasser ab. Dann wurde mehrere Stunden pro Tag gefördert. Nach dem Ausschalten der Pumpe strömte das Grundwasser in den Absenktrichter nach. Der Wasserspiegel des Brunnens stieg wieder bis zum normalen Ruhe-Grundwasserspiegel an. Wenn die Hochbehälter dann kein weiteres Trinkwasser abriefen, blieb der Brunnen längere Zeit so stehen.

Mit der neuen Anlage regeln wir jetzt die Durchflussmenge der Pumpen und fahren nicht mehr nach der Ein/Aus-Methode. Die Pumpen fördern jetzt geregelt mit weit geringerer Menge fast den ganzen Tag lang und nicht mehr nur wenige Stunden mit Volllast. Die Absenkung des Grundwasserspiegels ist viel geringer. Es bilden sich nur sehr flache Absenktrichter aus. Dadurch belasten wir das Aquifer, die Wasser führenden Schichten, viel weniger. Das schont das Grundwasser und die lebenswichtige Natur.
 

Was bringt die Zukunft?  
Gibt es Klimaeinflüsse auf das Rödentaler Trinkwasser?

Wir wissen aus Messungen, dass unser Wasser länger als 60 Jahre in der Erde gewesen sein muss. Tritium, der dreiwertige Wasserstoff, der nach dem Zweiten Weltkrieg bei den Atombombenversuchen durch Menschenhand in die Biosphäre kam, ist in unserem Wasser nicht nachweisbar. Insofern haben wir Zugang zu einem extrem langsamen, aber sehr starken und zudem sehr sauberen geologischen System, das uns angesichts der klimatischen Einflüsse sehr ruhig in die Zukunft blicken lässt. Auch im sehr trockenen Jahr 2003 blieben die Pegel unserer Tiefbrunnen vollkommen unverändert. Dieses Wasserdargebot auch in Zukunft sicher zu erschließen und behutsam zu nutzen, ist unsere Aufgabe in der Zukunft. Mit der neuen Trinkwasserversorgungsanlage, die wir 2008 in Betrieb genommen haben, haben wir für Rödental Nachhaltigkeit in bestem Sinne des Wortes geschaffen. Auch in Zukunft müssen wir in Rödental uns keine Sorgen um sicheres Trinkwasser machen. Mit der neuen Anlage haben wir auf Jahrzehnte bestens vorgesorgt.